Helmut Lachenmann zur Alpensinfonie von Richard Strauss

Dieses Gespräch mit Helmut Lachenmann über die Alpensinfonie von Richard Strauss entstand im Hinblick auf ein Konzert des Ensemble Modern Orchestra beim Lucerne Festival 2005. Auf dem Programm stand neben der Alpensinfonie auch Lachenmanns „Ausklang“.

Helmut Lachenmann, es war Ihre Idee, die Alpensinfonie von Richard Strauss neben Ihre Komposition „Ausklang“ für Klavier und Orchester zu stellen. In der Konfrontation drängt es sich geradezu auf, sie als eine Inkarnation dessen zu hören, was Sie einmal den „ästhetischen Apparat“ genannt haben: die Gesamtheit der gesellschaftlichen Bedingungen für die Kunstproduktion einer Epoche, in diesem Fall der Zeit vor dem Ersten Weltkrieg. Strauss wird oft nachgesagt, er habe sich in diesem Apparat gemütlich eingerichtet und seine Musik sei entsprechend unreflektiert, was ihren Zeitbezug angehe.

Helmut Lachenmann: Die Alpensinfonie ist keine unreflektierte Musik. Sie gibt sich ungebrochen, aber das ist etwas anderes als unreflektiert. „Helmut Lachenmann zur Alpensinfonie von Richard Strauss“ weiterlesen

Mediale Versteckspiele mit John Cage

Die Musiker des Ensemble Modern treten regelmäßig mit eigenen Kreationen zwischen Improvisation und Komposition an die Öffentlichkeit. Nun hat der Pianist Hermann Kretzschmar zwei hochprofessionell komponierte Hörstücke vorgelegt. „Mediale Versteckspiele mit John Cage“ weiterlesen

Walter Smetak, Instrumentenbauer

Wir sind froh, dass der Atlantik dazwischen liegt und die Typen nicht zu uns kommen, sagen die Brasilianer mit Blick auf die umtriebigen Dynamit- und Messeraktivisten in Westeuropa. Der Atlantik als Sicherheitszone, zuverlässiger als das Mittelmeer. So ähnlich reagierte auch Walter Smetak, als er 1937 nach Brasilien emigrierte: „Walter Smetak, Instrumentenbauer“ weiterlesen