Irrtum Matthäuspassion

Mit seinem Film „Passion – Zwischen Revolte und Resignation“ arbeitet sich der Schweizer Filmautor Christian Labhart an den uneingelösten Versprechen der 68er Bewegung ab. „Irrtum Matthäuspassion“ weiterlesen

Das Klassikmuseum in 4K

Die Avant Premiere 2019 rief wieder einmal mit Macht in Erinnerung, dass sich unser Musikleben schon vor einem Jahrhundert in ein Klassikmuseum verwandelt hat. Das Auseinanderfallen des Repertoires in traditionelle Werke und aktuelles Schaffen nahm vor dem Ersten Weltkrieg Konturen an, und als Arnold Schönberg 1918 in Wien den „Verein für musikalische Privataufführungen“ gründete, war die Segregation besiegelt. Seither wird „Das Klassikmuseum in 4K“ weiterlesen

Takefu, Treffpunkt der Kulturen

Wer Japan sagt, denkt sicher nicht gleich an Takefu, sondern zuallererst an Tokio, die Zehnmillionenstadt mit ihren Wolkenkratzern inmitten gepflegter Grünzonen, den blitzsauberen Strassen und dem perfekt funktionierenden öffentlichen Verkehr. Nicht zu vergessen der „Takefu, Treffpunkt der Kulturen“ weiterlesen

Francesco Hoch koloriert Mario Bottas „Steinerne Blume“

Wer sich am letzten Samstag im August zum Gipfel des Monte Generoso aufmachte, wurde dort auf 1700 Metern über Meer mit einer Raumklanginstallation von Francesco Hoch konfrontiert. Für die Bergstation des gemächlich die Hänge ermporklimmenden Zahnradbähnchens hatte der Architekt Mario Botta seine „Fiore di pietra“ („Steinerne Blume“) entworfen, ein ambitioniert gestaltetes Bauwerk mit „Francesco Hoch koloriert Mario Bottas „Steinerne Blume““ weiterlesen

Klosters und Davos, zwei alpine Klassikfestivals

Klosters und Davos sind gerade einmal durch dreizehn Autokilometer und vierhundert Höhenmeter getrennt, doch in beiden gibt es ein sommerliches Klassikfestival: oben seit bereits dreiunddreißig Jahren das Davos Festival, unten seit einem Jahr nun auch das Klosters Music Festival. Für die beiden Winterferienorte sind diese musikalischen Aktivitäten ein ideales Mittel, das Sommerloch touristisch zu beleben. Am zweiten Augustwochenende ist in Klosters Schluss, und gleichzeitig beginnt Davos. Kann das bei dieser Nähe gut gehen? „Klosters und Davos, zwei alpine Klassikfestivals“ weiterlesen

„Die Vorübergehenden“, eine neue Oper von Nikolaus Brass

Die Idee für seine Oper Die Vorübergehenden, die am 13. Juli in München als Auftragswerk der Bayerischen Staatsoper uraufgeführt wurde, kam Nikolaus Brass bei der Lektüre der Gedichte des schwedischen Nobelpreisträgers Tomas Tranströmer. Fragmente aus dessen lyrischem Werk, ergänzt durch Zeilen von Rose Ausländer und Mahmoud Darwisch, montierte er in seinem Libretto zu einem Text, der einen Bewusstseinszustand des Übergangs zwischen Wachen und Träumen, Leben und Tod entwirft und mit archetypischen Bildern arbeitet. „„Die Vorübergehenden“, eine neue Oper von Nikolaus Brass“ weiterlesen

Toshio Hosokawas Oper „Erdbeben. Träume“

Toshio HosokawaZweieinhalb Jahre nach der Hamburger Uraufführung der Oper „Stilles Meer“ hatte jetzt in Stuttgart mit „Erdbeben. Träume“ ein neues Bühnenwerk von Toshio Hosokawa Premiere. Damals ging es um das Verhalten der Menschen nach der Tsunami-Katastrophe von Fukushima, nun lieferte die Erzählung „Das Erdbeben in Chili“ von Kleist die Vorlage. Beide Male eine Naturkatastrophe, die das Leben der Menschen von Grund auf erschüttert, beide Male ein tragisches Ende. „Toshio Hosokawas Oper „Erdbeben. Träume““ weiterlesen

Peter Ruzicka 70

Mit zwei kleinen, aber feinen Konzert-Events wurde in München der 70. Geburtstag von Peter Ruzicka begangen. In einem Gesprächskonzert im Literaturhaus kamen drei Kammermusikwerke von Ruzicka zur Aufführung, ergänzt durch die Serenade für Violoncello solo von Hans Werner Henze und eine Uraufführung des jungen Italieners Antonio Covello. Einen Tag später folgte in der Black Box im Gasteig ein Kammerkonzert. Beide Konzerte standen unter der Leitung von Peter Tilling, „Peter Ruzicka 70“ weiterlesen

Das Aldeburgh Festival plant seine Zukunft

Siebzig Jahre ist das Aldeburgh Festival nun alt und lebendiger denn je. Gegründet 1948 von Benjamin Britten und Friends, die im beschaulichen Fischerstädtchen an der englischen Ostküste einen idealen Ort für Aufführungen ihrer English Opera Group suchten, entwickelte es sich schnell zu einem Treffpunkt für anspruchsvolle Musikliebhaber. „Das Aldeburgh Festival plant seine Zukunft“ weiterlesen

Münchener Biennale: Mehr Theater als Musik

Ein warmes Bad wirkt entspannend und versöhnt mit der Welt, und dafür sei der Münchener Biennale für neues Musiktheater gedankt. Denn nun liege ich in der Wanne, strecke wohlig die Glieder, und plötzlich beginnt hinter einem Gazevorhang eine schemenhafte weibliche Gestalt zu Cellobegleitung eine einschmeichelnde Melodie zu singen. Jetzt öffnet sich „Münchener Biennale: Mehr Theater als Musik“ weiterlesen