Le désir attrapé par la queue

Foto: Claudia Cossu Fomiatti

Am 14. März 1944, fünf Monate vor dem Ende der deutschen Besetzung von Paris, versammelte sich in den Räumen des Galeristenehepaars Leiris eine illustre Schar von Literaten, um in szenischer Lesung ein  neues Stück  mit Namen «Le désir attrapé par la queue» aufzuführen. Name des Autors: Pablo Picasso. Regie führte Albert Camus, Darsteller „Le désir attrapé par la queue“ weiterlesen

Hugues Dufourts sinfonisches Schlagzeugstück „Burning Bright“

Hugues Dufourt, Burning Bright„Burning Bright“ lautet der Titel dieses rund einstündigen, für die Percussions de Strasbourg geschriebenen Schlagzeugstücks. Hugues Dufourt, Komponist, Wissenschaftsphilosoph und Theoretiker der ehemaligen Gruppe der Spektralisten, liebt die großen, mit strategischer Intelligenz entworfenen Formen, und seine „Hugues Dufourts sinfonisches Schlagzeugstück „Burning Bright““ weiterlesen

Helmut Lachenmann zur Alpensinfonie von Richard Strauss

Dieses Gespräch mit Helmut Lachenmann über die Alpensinfonie von Richard Strauss entstand im Hinblick auf ein Konzert des Ensemble Modern Orchestra beim Lucerne Festival 2005. Auf dem Programm stand neben der Alpensinfonie auch Lachenmanns „Ausklang“.

Helmut Lachenmann, es war Ihre Idee, die Alpensinfonie von Richard Strauss neben Ihre Komposition „Ausklang“ für Klavier und Orchester zu stellen. In der Konfrontation drängt es sich geradezu auf, sie als eine Inkarnation dessen zu hören, was Sie einmal den „ästhetischen Apparat“ genannt haben: die Gesamtheit der gesellschaftlichen Bedingungen für die Kunstproduktion einer Epoche, in diesem Fall der Zeit vor dem Ersten Weltkrieg. Strauss wird oft nachgesagt, er habe sich in diesem Apparat gemütlich eingerichtet und seine Musik sei entsprechend unreflektiert, was ihren Zeitbezug angehe.

Helmut Lachenmann: Die Alpensinfonie ist keine unreflektierte Musik. Sie gibt sich ungebrochen, aber das ist etwas anderes als unreflektiert. „Helmut Lachenmann zur Alpensinfonie von Richard Strauss“ weiterlesen

Musikfilme: Die Avant Première 2018

Die Berliner Avant Première, das alljährlich im Februar vom IMZ Wien veranstaltete Treffen der Musikfilmproduzenten, Vertriebe und Sender aus der ganzen Welt, ist ein Ort, wo man Neues über die audiovisuellen Medien aus erster Hand erfahren kann. Zum Beispiel über technische Entwicklungen. Yasuko Kobayashi, Leitende Produzentin bei der japanischen Radio- und Fernsehgesellschaft NHK, erläuterte nun in Berlin „Musikfilme: Die Avant Première 2018“ weiterlesen

Barbara Hannigan’s Mentoring Project „Equilibrium“


Barbara Hannigan presents in Berlin  her mentoring project „Equilibrium“. Out of 350 applications she chose 125 to hear live, and at the end there were three left to participate in the performance of Stravinsky’s „The Rake’s Progress“ she will be conducting 2019 in Gothenburg.

Das Eclat-Festival 2018 in Stuttgart

Eclat-Festival, ProgrammheftfotoDas Stuttgarter Eclat-Festival ist  ein gutes Barometer nicht für die aktuelle Wetterlage in der neuen Musik, sondern auch für den Stand der Festivalkultur ganz allgemein. Und die hat sich im Lauf der Jahre erkennbar gewandelt. Vor ein paar Jahrzehnten, als der Begriff des Fortschritts musikalisch noch etwas galt, verstanden sich auch die tonangebenden Festivals noch als ein Ort, wo „Das Eclat-Festival 2018 in Stuttgart“ weiterlesen

Vinko Globokar, Konstrukteur prekärer Wirklichkeiten

1971 komponierte Vinko Globokar das rund neunminütige Stück „Atemstudie“ für Oboe solo für seinen Musikerkollegen und Freund Heinz Holliger. Der Atem wird hier als eine Art Generator behandelt, der die Tonproduktion der Oboe antreibt. Es ist ein enorm kräftezehrendes Stück und verlangt vom Interpreten höchsten Körpereinsatz. Im ganzen Stück gibt es praktisch keine Atempause, der Interpret muss beim Ein- und Ausatmen spielen. „Vinko Globokar, Konstrukteur prekärer Wirklichkeiten“ weiterlesen

Sinfonieorchester und neue Medien

Das Sinfonieorchester in den Social Media
IMZ Academy London 2017: Das Sinfonieorchester in den Social Media

Das Internet hat mit Social Media und neuen Musikportalen die traditionelle Kulturlandschaft gründlich umgepflügt, und heute steht auch das altehrwürdige Sinfonieorchester vor der Frage, wie es die neuen Medien für sich nutzen soll. Sich in den Tempeln der Hochkultur einigeln geht nicht mehr, denn klar ist: Wer sich der technologischen Entwicklung verschließt, gerät ins Abseits. „Sinfonieorchester und neue Medien“ weiterlesen

Eine französische „Zauberflöte“

Mozarts „Zauberflöte“, eingerichtet von Ludwig Wenzel Lachnith zur Aufführung in Paris 1801 unter dem Titel „Les Mystères d’Isis“.

Ausschnitt mit Marie Lenormand, Chantal Santon-Jeffery, Tassis Christoyannis (Gesang), Le Concert Spirituel, Ltg. Diego Fasolis
Produktion Palazzetto Bru Zane, Glossa GCD 921630