Porträt José Luis de Delás

José Luis de DelásAm 28. März 2018 wird José Luis de Delás 90 Jahre alt. Der spanische, in Barcelona geborene Komponist studierte ab 1949 zunächst in München und kehrte 1957 nach einigen Jahren Heimataufenthalt endgültig nach Deutschland zurück. Heute lebt er in der Nähe von Köln, der Stadt, in der er jahrzehntelang gewohnt und gearbeitet hat. „Porträt José Luis de Delás“ weiterlesen

Zum Schaffen von Klaus K. Hübler: Nicht Pathos, sondern Heiterkeit

Im Zusammenhang mit seinem 3. Streichquartett sagte Klaus K. Hübler 1985 im Interview, er wolle eine bestimmte konstruktive Klangwelt erzeugen – konstruktiv nicht im Sinn einer technoiden Welt, sondern als Verbindung von intellektuellen und klangsinnlichen Elementen. „Um diese zu erzeugen, vor allem auch den Eindruck des Polyphonen, muss ich einfach einen bestimmten Komplexitätsgrad setzen. Nur mit Achtelnoten erreiche ich es nicht.“

Da sprach also einer ganz ungeniert von Komplexität und von konstruktiver Klangwelt, und dies in einer Zeit, in der solche Begriffe kaum positiv benutzt werden durften, ohne gleich Aggressionen auszulösen. „Zum Schaffen von Klaus K. Hübler: Nicht Pathos, sondern Heiterkeit“ weiterlesen

Klaus K. Hübler und die erfüllte Zeit

Ein Gespräch aus früheren Jahren zur Erinnerung an Klaus K. Hübler. Nach einem vielversprechenden Anfang fiel er 1989 einer schweren Krankheit zum Opfer, die eine lebenslange Behinderung zur Folge hatte. Doch mutig setzte er seine kompositorische Arbeit über all die Jahre hinweg fort. Nun ist er am 5. März 2018 in München in seinem 62. Lebensjahr verstorben. „Klaus K. Hübler und die erfüllte Zeit“ weiterlesen

Hans Werner Henzes Oratorium „Das Floß der Medusa“

Das 1968 in Hamburg uraufgeführte Oratorium „Das Floß der Medusa“ von Hans Werner Henze steht in einer respektablen Tradition: der Tradition der großen Konzert- und Musiktheaterskandale im 20. Jahrhundert. Alle diese Werke verbindet ein gemeinsames Schicksal. Ein Skandal verschafft eine rasche, durchschlagende Bekanntheit, verhindert aber zugleich eine seriöse Auseinandersetzung mit den künstlerischen Qualitäten. „Hans Werner Henzes Oratorium „Das Floß der Medusa““ weiterlesen

Three Evenings of Stockhausen’s „Licht“ in Holland 2019

Henk van der Meulen, initiator of the three evenings „Licht“ project

The Amsterdam Opera and the Conservatory of The Hague are coproducing three evenings with fifteen hours of „Licht“ by Stockhausen at the Holland Festival 2019. „Three Evenings of Stockhausen’s „Licht“ in Holland 2019“ weiterlesen

Die Vokalkunst der Joan La Barbara

LaBarbara CDExperimentelle Vokalmusik gibt es seit den 1950er Jahren in unzähligen Schattierungen, doch so überzeugende Großformate, wie sie Joan La Barbara in den vorliegenden drei Stücken aus den Jahren 1976-81 nur mit ihrer Stimme und wenigen technischen Hilfsmitteln geschaffen hat, „Die Vokalkunst der Joan La Barbara“ weiterlesen

Das Chorschaffen von György Kurtág

György Kurtag CDGyörgy Kurtág ist inzwischen über neunzig Jahre alt und schreibt unverdrossen weiter seine Musik. Gegenwärtig ist er an seiner ersten Oper nach Beckett für die Salzburger Festspiele. Eine Beckett-Vertonung, „What Is The Word“, enthält auch die hochkarätige Edition mit dem gesamten Chorschaffen und weiteren Vokalkompositionen, „Das Chorschaffen von György Kurtág“ weiterlesen

Wilhelm Killmayer als Liedkomponist

Killmayer CDDer im August 2017 einen Tag vor seinem 90. Geburtstag verstorbene Wilhelm Killmayer war für die Avantgardisten in Darmstadt und anderswo lange der Fortschrittsfeind Nummer eins; seine mit klugen Argumenten untermauerte Skepsis gegenüber dem materialbezogenen Fortschrittsdenken machte ihn „Wilhelm Killmayer als Liedkomponist“ weiterlesen

„Stilles Meer“ von Toshio Hosokawa als Videoaufzeichnung

Die Oper „Stilles Meer“ von Toshio Hosokawa, deren Handlung vor dem Hintergrund der Tsunami- und Atomkatastrophe von 2011 in Fukushima spielt, ist nun in der Hamburger Uraufführungsversion auf DVD erschienen. „„Stilles Meer“ von Toshio Hosokawa als Videoaufzeichnung“ weiterlesen

Vinko Globokar, Konstrukteur prekärer Wirklichkeiten

1971 komponierte Vinko Globokar das rund neunminütige Stück „Atemstudie“ für Oboe solo für seinen Musikerkollegen und Freund Heinz Holliger. Der Atem wird hier als eine Art Generator behandelt, der die Tonproduktion der Oboe antreibt. Es ist ein enorm kräftezehrendes Stück und verlangt vom Interpreten höchsten Körpereinsatz. Im ganzen Stück gibt es praktisch keine Atempause, der Interpret muss beim Ein- und Ausatmen spielen. „Vinko Globokar, Konstrukteur prekärer Wirklichkeiten“ weiterlesen