George Antheil, Bad Boy of Music

Der Komponist im Spiegel seiner locker erzählten Autobiografie

George Antheil, Bad Boy of MusicGeorge Antheil erinnert sich, wie er in den Jahren nach dem Ersten Weltkrieg das europäische Konzertpublikum in Aufregung versetzte:

Skandale wurden bei meinen Konzerten fast etwas Alltägliches, weil ich einer der wenigen Pianisten jener Zeit war, die jedes Konzert mit einer modernen Gruppe abschlossen – am liebsten mit den Hypermodernen. Ja, ich endete sogar stets mit ein oder zwei meiner eigenen Sachen – den „Mechanisms“, der „George Antheil, Bad Boy of Music“ weiterlesen

Der letzte Mensch und die neue Musik

Da bezeichnet einer den bürgerlichen Kunstbegriff „als Nachricht und Beispiel kreativer Souveränität“. Er sieht darin einen „Lichtblick des Menschenbildes“ und eine „tiefgreifende Glückserfahrung“. „Der letzte Mensch und die neue Musik“ weiterlesen

Wolfgang Rihm: „Requiem-Strophen“

Am 30. März 2017 wurden bei der Münchner Musica viva die „Requiem-Strophen“ von Wolfgang Rihm uraufgeführt. Im folgenden Interview spricht der Komponist über das neue Werk, über den Umgang mit alten Texten und Kompositionstechniken und über geistliche Musik ganz allgemein. Auch der Diabolus in musica schaut noch um die Ecke. „Wolfgang Rihm: „Requiem-Strophen““ weiterlesen

Das Ensemble Alternance spielt Werke von Klaus Huber

Das vom Flötisten Jean-Luc Menet geleitete Ensemble Alternance gehört zu den treuesten Anhängern von Klaus Huber in Frankreich. „Das Ensemble Alternance spielt Werke von Klaus Huber“ weiterlesen

Vinko Globokar: Gespräch über „Exil 3“

Vinko Globokar, das oratorische Werk, das 2015 bei der Münchner Musica Viva uraufgeführt worden ist, heißt Exil 3 . Was sind Nr. 1 und 2?

Vor vier Jahren hat mich in Hannover eine Gruppe von Musikern aus dem alten Jugoslawien um eine kleine Komposition gebeten. Damals las ich gerade das Buch „Cent poèmes sur l’exil“ (Le Cherche Midi Éditeur, Paris 1993). Daraus habe ich einige Texte ausgesucht „Vinko Globokar: Gespräch über „Exil 3““ weiterlesen

Musikalische Eindrücke aus Korea

Korea und Japan sind zwei sehr verschiedene Länder, doch sind sie sich ähnlich, was die Unterschiede zu Europa angeht. Dazu als Illustrationsbeispiel eine Meldung, die vor kurzem durch unsere Medien ging. „Musikalische Eindrücke aus Korea“ weiterlesen

Younghi Pagh-Paan und der lange Weg

Ein Portrait der koreanischen Komponistin Younghi Pagh-Paan
Von Max Nyffeler

„Niemals sollen sie mich besitzen, weder lebendig noch tot! Ankommen möchte ich endlich! Ich bin’s, der Mensch“,

sagt Ödipus in Younghi Pagh-Paans Oper „Mondschatten“.[1] Nach einem langen, schrecklichen Leben, in dem er ungewollt schuldig wurde und sich selbst zur Sühne die Augen ausstach, wird er von seiner Tochter Antigone in den heiligen Hain auf dem Hügel Kolonos geführt, wo er sterben will. Die 2006 in Stuttgart uraufgeführte Oper basiert auf dem Drama „Ödipus auf Kolonos“ aus dem Jahr 401 v. Chr. von Sophokles. Einbezogen in das Libretto wurden auch Texte des koreanischen Philosophen Byung-Chul Han. „Younghi Pagh-Paan und der lange Weg“ weiterlesen

Chorwerke von Valentin Silvestrov

Wenn eine CD mit „Sacred Songs“ betitelt ist, ist ein meditativer Grundton zu erwarten. Das ist bei den Vokalwerken von Valentin Silvestrov, die der Kammerchor Kiev unter Mykola Hobdych „Chorwerke von Valentin Silvestrov“ weiterlesen