Abschiedsgruß für Klaus Huber

Rede zum Andenken an den am 2. Oktober 2017 in Perugia im Alter von 92 Jahren verstorbenen Klaus Huber

Klaus Huber, Kirchhofen 1984

Lieber Klaus! Ich weiß, dass du jetzt unter uns bist und uns zuhörst, deshalb spreche ich dich auch so direkt an. Fast fünfzig Jahre lang haben wir uns gekannt, „Abschiedsgruß für Klaus Huber“ weiterlesen

Das große Welttheater der Sofia Gubaidulina

Am Werk der russischen Komponistin Sofia Gubaidulina zeigt sich exemplarisch der Unterschied zwischen west- und osteuropäischem Komponieren. Während sich die Komponisten hierzulande bis vor kurzem schwer taten, über außermusikalische Aspekte zu sprechen, bekennt sie sich offen zu einer inhaltsgeladenen, religiös grundierten Musik. Form und Struktur sind auch ihr wichtig, doch ergeben sie sich aus den programmatischen Inhalten. „Das große Welttheater der Sofia Gubaidulina“ weiterlesen

Olivier Messiaen: Visions de l’Amen

Die „Visions de l’Amen“ für zwei Klaviere von Olivier Messiaen sind ein Klanggemälde von barocken Dimensionen.

„Die Engel allein genießen das Privileg, miteinander zu kommunizieren ohne Sprache, ohne Konvention und – noch viel wunderbarer – ohne der Zeit und dem Ort Rechnung zu tragen. Das ist eine Macht, die uns vollkommen übersteigt, eine fast erschreckende Fähigkeit der Übertragung“,

notierte der Komponist „Olivier Messiaen: Visions de l’Amen“ weiterlesen

Gérard Grisey: Les Chants de l’amour

Der 1998 im Alter von nur 52 Jahren verstorbene Gérard Grisey komponierte „Les Chants de l’amour“ in den Jahren 1982-1984. Er gehörte zu der Gruppe von Komponisten und Interpreten, die sich um 1970 unter dem Namen „L’Itinéraire“ (Der Weg) zusammenschlossen, um gemeinsam musikalisches Neuland zu erforschen. Hugues Dufourt, Komponist, Wissenschaftsphilosoph und theoretischer Mastermind der Gruppe, prägte für dieses Neuland den Begriff „Spektrale Musik“. „Gérard Grisey: Les Chants de l’amour“ weiterlesen

Olivier Messiaen: Cinq Rechants

„Das Werk ist ein Liebeslied, kommentierte Olivier Messiaen seine „Cinq Rechants“, komponiert 1948 für zwölfstimmigen Chor mit je drei Sopran-, Alt- Tenor- und Bassstimmen. „Dieses Wort allein reicht aus, um die Sänger in ihrer Interpretation des Gedichts und der Musik zu leiten.“ „Olivier Messiaen: Cinq Rechants“ weiterlesen

George Antheil, Bad Boy of Music

Der Komponist im Spiegel seiner locker erzählten Autobiografie

George Antheil, Bad Boy of MusicGeorge Antheil erinnert sich, wie er in den Jahren nach dem Ersten Weltkrieg das europäische Konzertpublikum in Aufregung versetzte:

Skandale wurden bei meinen Konzerten fast etwas Alltägliches, weil ich einer der wenigen Pianisten jener Zeit war, die jedes Konzert mit einer modernen Gruppe abschlossen – am liebsten mit den Hypermodernen. Ja, ich endete sogar stets mit ein oder zwei meiner eigenen Sachen – den „Mechanisms“, der „George Antheil, Bad Boy of Music“ weiterlesen

Der letzte Mensch und die neue Musik

Da bezeichnet einer den bürgerlichen Kunstbegriff „als Nachricht und Beispiel kreativer Souveränität“. Er sieht darin einen „Lichtblick des Menschenbildes“ und eine „tiefgreifende Glückserfahrung“. „Der letzte Mensch und die neue Musik“ weiterlesen

Wolfgang Rihm: „Requiem-Strophen“

Am 30. März 2017 wurden bei der Münchner Musica viva die „Requiem-Strophen“ von Wolfgang Rihm uraufgeführt. Im folgenden Interview spricht der Komponist über das neue Werk, über den Umgang mit alten Texten und Kompositionstechniken und über geistliche Musik ganz allgemein. Auch der Diabolus in musica schaut noch um die Ecke. „Wolfgang Rihm: „Requiem-Strophen““ weiterlesen

Das Ensemble Alternance spielt Werke von Klaus Huber

Das vom Flötisten Jean-Luc Menet geleitete Ensemble Alternance gehört zu den treuesten Anhängern von Klaus Huber in Frankreich. „Das Ensemble Alternance spielt Werke von Klaus Huber“ weiterlesen