Die Zeitschrift Dissonanz: Das Original

Titelseite DissonanzVon 1969-1971 erschien in Zürich die Zeitschrift Dissonanz. Redigiert und herausgegeben wurde sie von einer Gruppe von Musikstudierenden am damaligen Konservatorium. Es gab damals noch keine Fotokopierer und schon gar keine Computer. Die Texte wurden per Schreibmaschine auf alkohollösliche Matrizen geschrieben, die Kopien im A4-Format per Hand auf einer Walze abgezogen, und  am Schluss wurde das Ganze am linken Rand geheftet. „Die Zeitschrift Dissonanz: Das Original“ weiterlesen

Musikfilme: Die Avant Première 2018

Die Berliner Avant Première, das alljährlich im Februar vom IMZ Wien veranstaltete Treffen der Musikfilmproduzenten, Vertriebe und Sender aus der ganzen Welt, ist ein Ort, wo man Neues über die audiovisuellen Medien aus erster Hand erfahren kann. Zum Beispiel über technische Entwicklungen. Yasuko Kobayashi, Leitende Produzentin bei der japanischen Radio- und Fernsehgesellschaft NHK, erläuterte nun in Berlin „Musikfilme: Die Avant Première 2018“ weiterlesen

Das Eclat-Festival 2018 in Stuttgart

Eclat-Festival, ProgrammheftfotoDas Stuttgarter Eclat-Festival ist  ein gutes Barometer nicht für die aktuelle Wetterlage in der neuen Musik, sondern auch für den Stand der Festivalkultur ganz allgemein. Und die hat sich im Lauf der Jahre erkennbar gewandelt. Vor ein paar Jahrzehnten, als der Begriff des Fortschritts musikalisch noch etwas galt, verstanden sich auch die tonangebenden Festivals noch als ein Ort, wo „Das Eclat-Festival 2018 in Stuttgart“ weiterlesen

Music in Africa, eine bemerkenswerte Initiative

ACCES 2017 in Dakar
Music in Africa, Panel-Diskussion bei ACCES 2017 in Dakar

Das Netzwerk Music in Africa (MIA) steht für ein zukunftsorientiertes, von zivilgesellschaftlichem Veränderungswillen geprägtes Afrika. Mit dem Bild eines Elendskontinents, das uns die Medien mit Vorliebe vermitteln, hat es nichts zu tun, und es geht auch nicht um Schleichwege nach Europa. Sein Ziel ist vielmehr der Aufbau funktionierender musikalischer Strukturen in den eigenen Ländern. „Music in Africa, eine bemerkenswerte Initiative“ weiterlesen

Donaueschinger Musiktage auf Identitätssuche

Die Donaueschinger Musiktage werden gegenwärtig etwas durchgelüftet. Da ist einmal der in einer Radiodiskussion zum Festivalbeginn beklagte „eklatante Gendergap“, der bisher auch in dieser Hochburg des musikalischen Fortschritts eine Realität war. Den fetten Uraufführungskuchen haben seit je fast nur die Männer unter sich aufgeteilt, „Donaueschinger Musiktage auf Identitätssuche“ weiterlesen

Sinfonieorchester und neue Medien

Das Sinfonieorchester in den Social Media
IMZ Academy London 2017: Das Sinfonieorchester in den Social Media

Das Internet hat mit Social Media und neuen Musikportalen die traditionelle Kulturlandschaft gründlich umgepflügt, und heute steht auch das altehrwürdige Sinfonieorchester vor der Frage, wie es die neuen Medien für sich nutzen soll. Sich in den Tempeln der Hochkultur einigeln geht nicht mehr, denn klar ist: Wer sich der technologischen Entwicklung verschließt, gerät ins Abseits. „Sinfonieorchester und neue Medien“ weiterlesen

Loreley oder Wie man wird, was man ist

Loreley, Szenenbild (Foto: Toni Suter / T + T Fotografie)

Alfredo Catalanis „Loreley“ bei den Sankt Galler Festspielen

Die „Loreley“ von Alfredo Catalani ist auf den Opernbühnen nicht gerade häufig anzutreffen. Aber warum eigentlich? Schon während der Aufführung wundert man sich darüber. Der 1890 in Turin uraufgeführte Dreiakter verfügt doch über alle Ingredienzien, die für einen erfolgreichen Opernabend nötig sind: „Loreley oder Wie man wird, was man ist“ weiterlesen

Zum Tod von Eduard Brunner

Eduard Brunner war das, was man einen Vollblutmusiker nennt: Mozarts Klarinettenkonzert spielte er mit derselben Hingabe wie die Werke seiner Zeitgenossen, als langjähriger Soloklarinettist im Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks zeigte er dasselbe überragende Können wie als Solist und Kammermusiker. „Zum Tod von Eduard Brunner“ weiterlesen

Et cetera, Bühnenwerk von Marina Khorkova

Szene aus Et cetera
Szene aus „Et cetera“ von Marina Khorkova

In ihrem Musiktheaterstück Et cetera verleiht die russische Komponistin Marina Khorkova den Opfern des stalinistischen Gulag eine Stimme.

Musiktheater kann alles, heißt es, und angeblich sind den Darstellungsmöglichkeiten keine Grenzen gesetzt. Doch was ist, wenn der Gegenstand so monströs ist, dass er das Musiktheater zu erdrücken droht? „Et cetera, Bühnenwerk von Marina Khorkova“ weiterlesen

Pelléas und Mélisande bei den Therapeuten

Dmitri Tcherniakov inszeniert „Pelléas et Mélisande“ in Zürich

Auch so kann man Mélisande sehen, die rätselhafte Naturfrau in Claude Debussys Oper, halb Rapunzel mit langen Haaren, halb wassersüchtige Undine: Sie irrt nicht verstört im Waldesdickicht umher und wird von Golaud behutsam in sein Familienschloss geleitet. Bevor aus dem Orchestergraben des Zürcher Opernhauses die ersten Töne erklingen, „Pelléas und Mélisande bei den Therapeuten“ weiterlesen