„Die Vorübergehenden“, eine neue Oper von Nikolaus Brass

Die Idee für seine Oper Die Vorübergehenden, die am 13. Juli in München als Auftragswerk der Bayerischen Staatsoper uraufgeführt wurde, kam Nikolaus Brass bei der Lektüre der Gedichte des schwedischen Nobelpreisträgers Tomas Tranströmer. Fragmente aus dessen lyrischem Werk, ergänzt durch Zeilen von Rose Ausländer und Mahmoud Darwisch, montierte er in seinem Libretto zu einem Text, der einen Bewusstseinszustand des Übergangs zwischen Wachen und Träumen, Leben und Tod entwirft und mit archetypischen Bildern arbeitet. „„Die Vorübergehenden“, eine neue Oper von Nikolaus Brass“ weiterlesen

Toshio Hosokawas Oper „Erdbeben. Träume“

Toshio HosokawaZweieinhalb Jahre nach der Hamburger Uraufführung der Oper „Stilles Meer“ hatte jetzt in Stuttgart mit „Erdbeben. Träume“ ein neues Bühnenwerk von Toshio Hosokawa Premiere. Damals ging es um das Verhalten der Menschen nach der Tsunami-Katastrophe von Fukushima, nun lieferte die Erzählung „Das Erdbeben in Chili“ von Kleist die Vorlage. Beide Male eine Naturkatastrophe, die das Leben der Menschen von Grund auf erschüttert, beide Male ein tragisches Ende. „Toshio Hosokawas Oper „Erdbeben. Träume““ weiterlesen

Peter Ruzicka 70

Peter Ruzicka  (©Wilfried Beege)

Mit zwei kleinen, aber feinen Konzert-Events wurde in München der 70. Geburtstag von Peter Ruzicka begangen. In einem Gesprächskonzert im Literaturhaus kamen drei Kammermusikwerke von Ruzicka zur Aufführung, ergänzt durch die Serenade für Violoncello solo von Hans Werner Henze und einer Uraufführung des jungen Italieners Antonio Covello. Einen Tag später folgte in der Black Box im Gasteig ein Kammerkonzert. Beide Konzerte standen unter der Leitung von Peter Tilling, „Peter Ruzicka 70“ weiterlesen

Das Aldeburgh Festival plant seine Zukunft

Siebzig Jahre ist das Aldeburgh Festival nun alt und lebendiger denn je. Gegründet 1948 von Benjamin Britten und Friends, die im beschaulichen Fischerstädtchen an der englischen Ostküste einen idealen Ort für Aufführungen ihrer English Opera Group suchten, entwickelte es sich schnell zu einem Treffpunkt für anspruchsvolle Musikliebhaber. „Das Aldeburgh Festival plant seine Zukunft“ weiterlesen

Münchener Biennale: Mehr Theater als Musik

Ein warmes Bad wirkt entspannend und versöhnt mit der Welt, und dafür sei der Münchener Biennale für neues Musiktheater gedankt. Denn nun liege ich in der Wanne, strecke wohlig die Glieder, und plötzlich beginnt hinter einem Gazevorhang eine schemenhafte weibliche Gestalt zu Cellobegleitung eine einschmeichelnde Melodie zu singen. Jetzt öffnet sich „Münchener Biennale: Mehr Theater als Musik“ weiterlesen

„My Melodies“ von Helmut Lachenmann

„My Melodies“ heißt das lang erwartete Werk von Helmut Lachenmann. Nach annähernd zwei Jahrzehnten gedanklicher Virulenz, mehrfach verschobenen Uraufführungsterminen und schließlich zwei intensiven Arbeitsjahren konnte der fast dreiundachtzigjährige Komponist nun die Früchte seiner Arbeit ernten. Unter der Leitung von Peter Eötvös erfuhr das „„My Melodies“ von Helmut Lachenmann“ weiterlesen

Le désir attrapé par la queue

Foto: Claudia Cossu Fomiatti

Am 14. März 1944, fünf Monate vor dem Ende der deutschen Besetzung von Paris, versammelte sich in den Räumen des Galeristenehepaars Leiris eine illustre Schar von Literaten, um in szenischer Lesung ein  neues Stück  mit Namen «Le désir attrapé par la queue» aufzuführen. Name des Autors: Pablo Picasso. Regie führte Albert Camus, Darsteller „Le désir attrapé par la queue“ weiterlesen

Die Zeitschrift Dissonanz: Das Original

Titelseite DissonanzVon 1969-1971 erschien in Zürich die Zeitschrift Dissonanz. Redigiert und herausgegeben wurde sie von einer Gruppe von Musikstudierenden am damaligen Konservatorium. Es gab damals noch keine Fotokopierer und schon gar keine Computer. Die Texte wurden per Schreibmaschine auf alkohollösliche Matrizen geschrieben, die Kopien im A4-Format per Hand auf einer Walze abgezogen, und  am Schluss wurde das Ganze am linken Rand geheftet. „Die Zeitschrift Dissonanz: Das Original“ weiterlesen

Musikfilme: Die Avant Première 2018

Die Berliner Avant Première, das alljährlich im Februar vom IMZ Wien veranstaltete Treffen der Musikfilmproduzenten, Vertriebe und Sender aus der ganzen Welt, ist ein Ort, wo man Neues über die audiovisuellen Medien aus erster Hand erfahren kann. Zum Beispiel über technische Entwicklungen. Yasuko Kobayashi, Leitende Produzentin bei der japanischen Radio- und Fernsehgesellschaft NHK, erläuterte nun in Berlin „Musikfilme: Die Avant Première 2018“ weiterlesen

Das Eclat-Festival 2018 in Stuttgart

Eclat-Festival, ProgrammheftfotoDas Stuttgarter Eclat-Festival ist  ein gutes Barometer nicht für die aktuelle Wetterlage in der neuen Musik, sondern auch für den Stand der Festivalkultur ganz allgemein. Und die hat sich im Lauf der Jahre erkennbar gewandelt. Vor ein paar Jahrzehnten, als der Begriff des Fortschritts musikalisch noch etwas galt, verstanden sich auch die tonangebenden Festivals noch als ein Ort, wo „Das Eclat-Festival 2018 in Stuttgart“ weiterlesen